Unser Behandlungsangebot

Die Strahlentherapie ist ein wichtiger Bestandteil in der Therapie von Tumorerkrankungen. Krebszellen werden durch die ionisierende Strahlung gezielt abgetötet, gesunde Zellen bleiben währenddessen erhalten. Häufig wird eine Strahlentherapie noch durch andere Verfahren ergänzt.

Neben der Chirurgie ist hier die Systemtherapie zu nennen, die im MVZ durch die internistische Onkologie durchgeführt wird. Diese Kombination verschiedener Behandlungsmethoden nennt man auch multimodale Therapie. Durch den medizinischen Fortschritt auf diesen Gebieten in den letzten Jahrzehnten wurde erreicht, dass heutzutage viele Patienten von einer bösartigen Erkrankung geheilt werden können. Gelingt dies nicht, ist das Ziel, eine Verzögerung des Tumorwachstums zu erreichen. Dabei steht für uns die Linderung von Krankheitssymptomen mit einer Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund. Hier kann die Strahlentherapie ebenso einen entscheidenden Beitrag leisten (zum Beispiel Schmerzlinderung bei Knochenmetastasen).

Langjährige Erfahrung

Die Diagnose einer Krebserkrankung stellt ein einschneidendes Ereignis dar und schürt viele Ängste. Mit unserer langjährigen Erfahrung können wir jedem Patienten eine optimale Therapie anbieten. Bei der Erstellung des Behandlungskonzeptes berücksichtigen wir neben wissenschaftlichen Standards und Empfehlungen die persönlichen Lebensumstände der Patienten. Abgesehen von der Radiotherapie beraten wir auch gerne über die supportive Therapie, wie beispielsweise Schmerztherapie und Ernährung, sowie alternative Therapieverfahren.

Die Strahlentherapie des MVZ Cham ist Teil eines Verbundes mit der Klinik für Strahlentherapie des Krankenhauses Barmherzige Brüder Regensburg (Chefarzt Dr. Michael Allgäuer) und mit der Strahlentherapie am Klinikum St. Elisabeth Straubing (Leiter Privatdozent Dr. Christoph Schäfer). Damit ist es uns möglich, Ihnen das gesamte Spektrum der modernen Strahlentherapie anzubieten. Hierzu zählen stereotaktische Bestrahlungen im Bereich der Lunge, des Gehirns und die Punktbestrahlung von Metastasen.  Weitere verfügbare Verfahren stellen die Afterloadingtherapie bei gynäkologischen Tumoren und  Radiochemotherapien unter stationären Bedingungen dar.  Aufgrund der Vernetzung kann eine Behandlung, die an einem anderen Standort begonnen wurde, in Cham fortgesetzt werden.

Weniger bekannt ist, dass die Strahlentherapie traditionell auch bei vielen gutartigen Erkrankungen zum Einsatz kommt. Die Strahlendosis, die dabei verabreicht wird, liegt viel niedriger als bei malignen Tumoren. Ziel ist dabei auch nicht, Zellen abzutöten. Vielmehr bewirkt hier eine Bestrahlung zum Beispiel eine Entzündungshemmung. Zu unserem Behandlungsspektrum gehört unter anderem die Therapie von Sehnenansatztendinopathien (Fersensporn, Achillodynie, Tennisellenbogen, Golfellenbogen) und aktivierten Arthrosen (Schulter, Knie, Finger). Weitere Indikationen stellen der Morbus Dupuytren in frühen Stadien, persistierende Lymphfisteln, ektope Ossifikationen und hypertrophe Narbenbildungen dar.

In unserem Medizinischen Versorgungszentrum Barmherzige Brüder Cham bieten wir Ihnen

  • Untersuchung und Beratung bei Tumorerkrankungen aller Art
  • Strahlentherapie bei gutartigen Erkrankungen, zum Beispiel bei chronischen Schmerzzuständen der Gelenke und Weichteile
  • Kombinationstherapien, zum Beispiel mit Chemotherapie oder Immuntherapie
  • Hochpräzisions-Strahlentherapie an einem Linearbeschleuniger modernster Technik mit CT-Zusatz in dynamischer IMRT-Technik und bildgestützter Strahlentherapie (IGRT)
  • Ganzkörperstereotaxie im Rahmen unseres Krankenhausverbunds
  • Brachytherapie in Afterloadingtechnik (Kurzdistanzbestrahlung) im Rahmen unseres Krankenhausverbunds
  • Strahlentherapie bei optimalem Strahlenschutz und Überwachung durch die Abteilung für Medizinische Physik
  • umfassende medizinische Betreuung und Nachsorge unter Einbeziehung Ihrer behandelnden Ärzte

Ablauf einer Strahlentherapie

Liegt bei Ihnen eine Erkrankung vor, die eine Bestrahlung notwendig macht, wird dies Ihr betreuender Facharzt (zum Beispiel Urologe, Gynäkologe oder Allgemeinarzt) oder der Arzt der vorbehandelnden Klinik mit Ihnen erörtern. Entsprechend werden der betreuende Arzt oder Sie selbst einen Termin für ein Erstgespräch bei uns vereinbaren. Wir bitten Sie, zu diesem Termin einen Überweisungsschein und sämtliche Unterlagen (Arztbriefe, Röntgen-/CT-/MRT-/PET-Bilder, Mammografien, Szintigrafien) mitzubringen, damit wir uns ein genaues Bild von Ihrer Erkrankung machen können. Für dieses erste Gespräch benötigen Sie ausreichend Zeit, da wir Sie nochmals zum Krankheitsverlauf befragen und Sie untersuchen. Zudem besprechen wir gemeinsam das Therapiekonzept und die zu erwartenden Nebenwirkungen der Behandlung. Es besteht natürlich die Möglichkeit, dass sie zu diesem ersten Termin Angehörige oder eine nahestehende Person mitbringen.

Als nächster Schritt steht dann die Bestrahlungsplanung an. Hierzu ist die Anfertigung einer speziellen Computertomografie notwendig. Diese kann nur an den Standorten Regensburg und Straubing durchgeführt werden. Unsere Sekretärinnen kümmern sich um die Terminvereinbarung diesbezüglich. Anhand der CT-Bilder plant der Arzt die Bestrahlung. Besonders berücksichtigt wird hierbei die Schonung gesunder Organe. Die Entwicklung der technischen Möglichkeiten in den letzten Jahren hat bewirkt, dass dies immer besser möglich ist.

Für die Berechnung des Bestrahlungsplanes ist die medizinische Physik zuständig. Mithilfe leistungsstarker Rechner wird erreicht, dass die Strahlung an den Tumor angepasst wird und gleichzeitig Risikostrukturen, wie umliegendes Gewebe und Nerven, geschont werden. Sobald das Ergebnis dieser Berechnungen vorliegt, werden Sie informiert, wann die erste Therapie durchgeführt wird.

Während einer Strahlentherapie, die je nach Erkrankung drei bis sieben Wochen dauert, erkundigen wir uns regelmäßig nach Ihrem Befinden und beraten Sie unter anderem bzgl. der Hautpflege. Am letzten Tag der Bestrahlung besprechen wir dann gemeinsam mit Ihnen, was Sie für Ihre Genesung beachten müssen und welche Nachsorgeuntersuchungen notwendig sind.

Geräteausstattung

Die Strahlentherapie am MVZ arbeitet mit einem modernen Linearbeschleuniger der Firma Elekta. Dieser ist ausgestattet mit einem CT-Zusatz zur Überprüfung der Lagerungsgenauigkeit (Cone-Beam-Gerät). Komplexe Bestrahlungen (IMRT-/VMAT-Technik) können mit diesem Gerät durchgeführt werden. Die Bestrahlungspläne hierfür werden an einem Bestrahlungsplanungssystem der Firma Philips (Pinnacle) erstellt.